frisch gebackene Vegan-vegetarische Expert*innen
Erstmals könnten Schüler*innen das Zertifikat „Vegan-vegetarische Fachkraft“ im Rahmen des Unterrichts an der HLW Braunau erwerben. 34 junge Leute haben die Prüfung mit Bravour bestanden.
Das Angebot, sich in diesem neuen, aufstrebenden Berufsfeld weiterzubilden, gibt es an der Schule schon seit einigen Jahren. „Ziel ist bei dieser Ausbildung die Förderung und Sensibilisierung der jungen Leute für gesunde Ernährung, jedoch nicht die Bekehrung zum Veganismus“, wie Fachvorständin OSR FOL Dipl.-Päd. Elfriede Maier betont. Unterschiedlichste Themen von artgerechter Tierhaltung über Klimaerwärmung, Nachhaltigkeit bis hin zu ethischen und gesundheitsrelevanten Aspekten der vegan-vegetarischen Ernährung werden im Unterricht behandelt.
Training im Vorfeld
Diese Ausbildung ist in Theorie und Praxis aufgeteilt, wobei die Küche im Vordergrund steht. Es dreht sich alles um das Kennenlernen von pflanzlichen Alternativen zu Fleisch, Fisch, Milch und Eiern.
Mit der Zertifikatsprüfung zur „Vegan-vegetarischen Fachkraft“ zu Beginn des 3. Jahrganges stellen die Schüler*innen neben einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ihr Können bei einer praktischen Prüfung unter Beweis. „Es ist eine sehr gute Vorbereitung für die Vorprüfung, denn es wird schon wert gelegt auf kreatives, schönes Anrichten, auf Zeitmanagement, auf rationelles und fachlich richtiges Arbeiten. Auch das mündliche Gespräche bereitet bereits auf die Matura vor, aber es ist eben noch eine kleinere Prüfung“, ergänzt die Fachvorständin.
Das sagen die Schüler*innen zur Ausbildung und zu den Lehren daraus
„Ich wähle jetzt öfter vegetarische Gerichte.“ Und „Sojageschnetzeltes schmeckt mir im ,Gulasch‘ besser als Fleisch.“, Greta M.
„Vor allem Jugendliche interessieren sich für vegane und vegetarische Gerichte. In Schulen ist es die beste Gelegenheit, diese Ausbildung anzubieten.“ Und „Ich finde es erstaunlich, wie man mit Fleischersatz so viele schmackhafte Gerichte kochen kann.“, Hanna W.
„Durch die Ausbildung esse ich jetzt weniger Fleisch und wenn wir Fleisch essen, achten wir auf Herkunft und Qualität.“, Elina G.
„Ich habe davor schon auf Tierwohl geachtet, aber durch die Ausbildung jetzt noch mehr!“, Magdalena W.
„In Zukunft wünsche ich mir mehr Aufmerksamkeit im Umgang mit Ernährung und vor allem zum Thema Nachhaltigkeit!“, Magdalena W.
„Ich habe den Zusammenhang zwischen Umwelt und Ernährung durch die Ausbildung noch besser verstanden und nehme diese nun auch besser wahr!“, Katharina A.
„Ich habe zu Hause mit meiner Familie sehr viel über die Themen wie Ethik, Tierhaltung, Gesundheit, Klimawandel gesprochen. Ich würde schon sagen, dass ich meiner kleinen Schwester etwas beibringen konnte.“, Katharina A.
„Ich kaufe jetzt öfter Hafermilch und öfters Tofu bzw. Sojaprodukte.“, Annamaria S.
„Meine Familie hat sehr positiv und offen auf die Ausbildung reagiert und alle waren gespannt, die Gerichte zu kosten.“, Annamaria S.
Und so geht es weiter
An der Schule werden aus den Erfahrungen positive Konsequenzen gezogen: Resultierend aus den Ergebnissen läuft eine Kampagne zum Thema Nachhaltigkeit im Schulrestaurant unter dem Motto „Achtsamer Umgang mit Speisen“, damit nicht so viel zurück geht bzw. weggeworfen wird.






- Text: Bettina Seidl
- Fotos: Hannah Mayer


