Am 16. Jänner dieses Jahres begaben wir uns um etwa 09:00 Uhr auf den Weg zum Braunauer Kulturhaus, dem sogenannten Gugg. Dort sollte uns ein langersehntes Highlight des Schuljahres erwarten, ein Theaterstück, nämlich Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, geschrieben von Éric-Emmanuel Schmitt.
Schon zuvor hatten wir im Unterricht mit Frau Fuchs das zugehörige Buch, von welchem das Theaterstück entsprungen ist, besprochen und kritisch beäugt. Im Vorfeld waren wir vor allem gespannt darauf, wie der Schauspieler alle Rollen zugleich darstellen würde, schließlich müsste er dafür in Sekundenschnelle Dialekt, Aussprache und vielleicht sogar Aussehen wechseln. In unserer Klasse war eine solche Solo-Performance schier unbekannt, niemand hatte eine derartige Vorstellung zuvor gesehen.
Kurz nach unserer Ankunft im Gugg öffneten sich auch schon die Türen zum Theatersaal, in dem wir bereits die Bühne mitsamt Bühnenbild zu Gesicht bekamen. Anschließend trat auch schon der Hauptdarsteller, namens Edi Jäger herbei und begann, das Stück zu spielen.
Nach circa 90 Minuten voller Lebensweisheiten, Überraschungen und neuen Erfahrungen stellte sich der Darsteller Edi Jäger bereitwillig unseren Fragen. Diese beantwortete er stets verständlich, ausführlich und nett. Zunächst stellten die Schülerinnen und Schüler der zweiten und dritten Klassen Fragen, die näher auf das Theaterstück eingingen, wie zum Beispiel, welche seine Lieblingsstelle sei. Interessanterweise gab er anschließend noch spannende Einblicke in den Beginn seiner Schauspielkarriere, erklärte wie er mit Fehlern auf der Bühne umgeht und diese kaschiert. So erfuhren wir auch einiges über den Menschen Edi Jäger, nicht nur den Schauspieler.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Besuch im Gugg ein voller Erfolg war, der uns so manches gelehrt hat. Deshalb bedanken wir uns ganz herzlich bei den Pädagoginnen, die diesen Vormittag organisiert hatten. Frau Fuchs, Frau Dr. Seidl sowie Frau Kalchmair haben ihre Idee wunderbar umgesetzt und uns Schülerinnen und Schülern somit einen abwechslungsreichen Theaterbesuch ermöglicht, bei dem wir sogar ein ausführliches Gespräch mit dem Darsteller führen durften.




- Text: Leon Heldenberger
- Fotos: Bettina Seidl


