HLW Braunau: „Weil wir FIT fürs Leben machen!“

Was erwartet junge Leute, die sich für die HLW Braunau entscheiden? Direktorin OStR Dr. Annemarie Berschl beantwortet diese Frage so: „Weil wir FIT fürs Leben machen. Dies geschieht einerseits durch eine fundierte fachliche Ausbildung und andererseits durch den Erwerb von Kompetenzen, die sowohl für deren zukünftige Berufsausbildung und -ausübung wichtig sind, als auch im gesellschaftlichen und privaten Bereich eine Bereicherung darstellen. Ich denke dabei unter anderem an Flexibilität, Leistungs­bereitschaft, Belastbarkeit und Teamgeist.“ Die Schule bietet eine zweijährige Ausbildung in Form einer Fachschule für wirtschaftliche Berufe sowie eine fünfjährige in Form der höheren Bundeslehranstalt an, die mit der Reife- und Diplomprüfung abschließt. Die Fachschule bereitet besonders auf die Arbeitswelt vor und bietet den Schülerinnen und Schülern mit jeweils einer Woche pro Semester die Möglichkeit, bei etwaigen künftigen Arbeitgebern zu schnuppern.

Bei der fünfjährigen Form gibt es im ersten Jahr die Wahlmöglichkeit zwischen den Sprachen Französisch und Italienisch als zweite lebende Fremdsprache neben Englisch. Darüber hinaus werden ab dem dritten Jahrgang zwei Vertiefungen angeboten. Grundsätzlich handelt es sich dabei um insgesamt neun Wochenstunden zwischen drittem und fünftem Jahrgang, in denen sich Schülerinnen und Schüler neben dem für alle gebotenen verpflichtenden Fächer­kanon wahlweise in den Gebieten Humanmanagement (HUMA) oder interkulturellem Management (INMA) vertiefen können.

Dass auch Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung an dieser Schule schätzen, bestätigt etwa Schulsprecherin Lisa Bichler: „Durch das Praktikum, das zwischen dem dritten und vierten Jahrgang zu absolvieren ist, lernt man viel fürs Leben. Durch den Abstand zur Schule lernt man diese besser wertzuschätzen und besser durchzustarten. Außerdem hilft es bei der eigenen Berufswahl. Man kann in jeden Beruf einsteigen.“

Vertiefung „Interkulturelles Management“

Die 18-jährige Simbacherin hat im ersten Jahrgang Französisch und im dritten interkulturelles Management (INMA) als Vertiefung gewählt, weil sie Spanisch immer gerne lernen wollte. Die Sprachförderung findet sie sehr wichtig: „Beim Sprachenswitch zwischen Englisch und Französisch erarbeiten wir Themen in beiden Sprachen. Die besondere Herausforderung ist dann der Wechsel der Sprache während des Vortrags oder eines Gesprächs.“ Bichler besucht derzeit den vierten Jahrgang und würde sich sofort wieder für diese Vertiefung entscheiden: „Man beginnt früher, ab dem dritten Jahrgang, mit dem Fach Recht und erfährt viel über die Europäische Union. Das ist wichtig und interessiert mich.“ In INMA werden kulturelle, sprachliche, wirtschaftliche und politische Gegebenheiten und ihre Bedeutung für den internationalen Arbeitsmarkt vertieft. Neben dem Sprachenswitch in erster und zweiter lebender Fremdsprache wird eine dritte lebende Fremdsprache erlernt, auf Sprachzertifikate vorbereitet, das Bewusstsein für eigene und fremde Kulturen vor dem Hintergrund des internationalen Arbeits- und Lebensumfelds geschärft (Psychologie, Globalwirtschaft, Wirtschaftsgeographie, Recht). Die Schulsprecherin schätzt an ihrer Schule, dass Schülerinnen und Schüler sehr gefördert werden. Absolventinnen und Absolventen sprechen von einer familiären Atmosphäre, die das Umfeld der HLW Braunau bietet.

Beliebte Fachkräfte

Die Erfahrung zeigt insgesamt: „Schulabgängerinnen und -abgänger der HLW sind beliebte Fachkräfte in der Arbeitswelt mit viel Fachwissen, aber auch Allgemeinwissen. Während des Studiums hat man als HLW-Absolventin oder -Absolvent immer die Möglichkeit nebenbei in der Gastronomie zu arbeiten und wird mit offenen Armen empfangen“, wie die Fachvorständin für Ernährungswirtschaft StR Dipl.-Päd. Inge Fercher-Doppermann ergänzt.

Vertiefung „Humanmanagement“

Was man sich unter der Vertiefung „Humanmanagement genauer vorstellen muss, erklärt Administratorin Mag. Verena Frischauf: „In HUMA werden gesundheitliche Fragestellungen aus den Blickwinkeln Ernährung, Psychologie, Ethik, Naturwissenschaft und Recht vertieft. Der Unterricht hat Seminarcharakter. Das heißt, sowohl selbstständiges Arbeiten und individuelle Schwerpunktsetzung bei Ausarbeitungen durch SchülerInnen als auch Teamarbeit sind möglich und werden trainiert.“ Hervorzuheben ist die Beschäftigung mit Menschenführung, angewandter Ethik, betrieblicher Gesundheitsförderung, speziellen Erkrankungen, Grundlagen der Pharmakologie und alternativer Medizin.

„Bewegte Schule“ und Kreativität

Im dritten Jahrgang gestalten alle Schülerinnen und Schüler der HLW Braunau aktiv ein Projekt. Sie zeigen dabei ihre Fähigkeiten in eigenverantwortlichem Handeln und Arbeiten. In diesem Schuljahr hat sich eine Klasse etwa dem Thema „Bewegte Schule“ verschrieben. Verschiedene Aktivitäten rund um Bewegung und Gesundheit begleiten nun sowohl Unterrichtende als auch Schülerinnen und Schüler der ganzen Schule. In den letzten Jahren gab es auch viel beachtete Theaterprojekte, wie etwa im Vorjahr die Aufführung des Musiktheaterstückes „Cleopha“ nach dem Roman der HLW-Schülerin Vanessa Graf aus der musikalischen Feder des HLW-Lehrers Mag. Stefan Plasser. Er achtet gemeinsam mit den Kolleginnen Mag. Johanna Kirmann und Mag. Sarah Haitzmann darauf, dass Kreativität und künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten durch die gezielte Förderung von Talenten in der Ausbildung nicht zu kurz kommen.

Interessiert? Anmeldungen mit Semesterzeugnis werden im Sekretariat der HLW Braunau am 15. Februar bis 15 Uhr, gerne auch in den Semesterferien (8-12 Uhr) und bis spätestens 8. März entgegengenommen.

Text und Bild: Dr. Bettina Seidl